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Teil 1: Die Hinreise

  • Fiona
  • 7. Juli 2025
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Aug. 2025

Eine der wenigen Dinge die wir bei einer Reise vorher Planen ist der Weg ins Reisegebiet.

In diesem Fall sah der Plan so aus, dass wir nach Frankreich, genauer gesagt nach Calais, fahren, dann mit dem Zug durch den Eurotunnel nach Folkstone in England und dann durch England durch und kurz hinter der schottischen Grenze mit der Fähre rüber nach Nordirland.



Nach Frankreich

Auf der Fahrt von Berlin nach Calais haben wir uns zwei Zwischenstopps gegönnt. Zum einen haben wir in Bonn Freunde und den Haribo-Shop besucht



und dann noch eine Nacht in Belgien geschlafen, damit wir nicht zu spät zum Zug kommen.



Der Zug

Dieser Abschnitt der Hinreise stieß bereits im Vorfeld immer wieder auf Verwunderung. Neben der meist gestellten Frage in unserem Freundes- und Bekanntenkreis “Wie? Man kann mit dem Zug nach England fahren?” Kam dann meist direkt noch eine weitere hinterher: “Und das Auto? Nehmt ihr das nicht mit?”

Nachdem wir dann erklärten, dass wir mit dem Auto mit Zug nach England fahren würden blieb eine letzte Frage übrig - "Fahrt ihr auf dem Zug oder in dem Zug?" - diese letzte Frage konnten wir im Vorfeld auch nicht wirklich beantworten, da wir beim Buchen der Zugtickets nicht darauf geachtet haben.

Also ließen wir uns in Calais überraschen. Doch vor dieser Überrasschung standen noch einige Zwischenstops an. Denn wir mussten ja erst einmal einchecken, dann die Grenzen überqueren und dann erst durften wir auf - oder in - den Zug.


Am Abend zuvor haben wir noch einmal über die Info-Mail gelesen, in der stand, man solle eine Stunde vor Abfahrt da sein und Haustiere müssten zuerst an der "Pet Reception" eingecheckt werden.

Also haben wir diese Haustier-Rezeption ins Navi eingegeben und sind treudoof den vorgeschlagenen Weg gefahren, was damit endete das wir vor einem sehr hohen Zaun standen. Auf der anderen Seite konnten wir das Gebäude zu dem wir mussten sehr gut sehen, wir standen quasi davor. Nur eben auf der falschen Seite des Zauns...

Nach einer kurzen Suche und Rundfahrt - diesmal achteten wir auch auf die Schilder - hatten wir den richtigen Eingang gefunden und konnten nun - nicht mehr ganz eine Stunde vor Abfahrt - Cody einchecken. Das ging auch sehr unproblematisch, Zugticket zeigen, EU-Pass abgegeben, Chip scannen, fertig. Nun waren wir schon mal für den Zug eingecheckt.

Der nächste Punkt auf der Liste waren dann die Ländergrenzen. Diesmal sind wir den Schildern gefolgt - und haben es trotzdem nicht gefunden. Erst standen wir im falschen Gebäude und dann sind wir noch mal - vermutlich sehr unnötige - Kringel über leere Parkplätze gefahren, bis uns ein netter Mensch in Warnweste in die richtige Richtung winkte.


Nicht mal eine halbe Stunde vor Abfahrt des Zuges standen wir dann an der Grenze. Vor der Reise haben wir uns natürlich schlau gemacht, welche Voraussetzungen für die Einreise für Mensch und Tier gelten. Wir Menschen haben ein einfaches und sehr unkompliziertes Online-Visum beantragt. Cody war da etwas komplizierter, er musste zur Ärztin, damit die Tollwut-Impfung auch aktuell ist. Zusätzlich haben wir von unserer Tierärztin ein Gesundheitszertifikat für Reisen (findet man auch im EU-Heimtierausweis) ausstellen lassen und noch kurz vor Abfahrt eine Wurmkur machen lassen.

Wo genau sie an der Grenze drauf geachtet haben, wissen wir natürlich nicht. Den Zettel, den wir noch ausgefüllt haben - auf dem wir erklären, dass wir ihn nicht verkaufen möchten und auch wieder mit nach Hause nehmen - wollten sie nicht sehen. Nur den Chip scannen, mal wieder.


Da Vans für Menschen die an Grenzen arbeiten immer besonders interessant sind und sie gerne hinein sehen - und wir natürlich auch nicht die einzigen mit einem Van waren - dauerte die gesamte Grenz-Prozedur nun doch länger als die restlichen 20 Minuten, die wir bis zur Abfahrt des Zuges noch übrig hatten.

Nun ja, da wir nun eh schon alles hinter uns hatten, konnten wir ja jetzt schlecht umdrehen. Also erst einmal weiterfahren und schauen was passiert...

Nichts, also nichts spannendes zumindest. Auch wenn wir zu spät dran waren wurden wir von dem Menschen der Zuggesellschaft einfach in eine der wartenden Reihen einsortiert - so wie beim Fähre fahren auch - und dann hieß es einfach warten bis wir dran waren.

Allerdings nicht besonders lang - dank der halbstündlichen Abfahrtszeiten. Jetzt endlich sollte sich auch die letzte Frage endlich klären: Auf oder In den Zug?



Nun damit war der aufregende Teil der Zugfahrt eigentlich auch schon zu Ende. Als wir im Zug standen schloss sich vor uns eine Sicherheits-Abteiltür und nach ein paar weiteren Minuten fing es an leicht zu wackeln und wir waren los gefahren. Da wir alle zusammen im Auto bleiben konnten und auf Grund des etwas stressigen Vormittags noch nichts gegessen hatten, war das wohl einer der späkatulärsten Umgebungen in denen wir jemals gefrühstückt hatten - in einem Zug unter dem Ärmelkanal - aber mitbekommen haben wir davon, bis auf Druck auf den Ohren, nichts. Und so standen, bzw. fuhren wir eine halbe Stunde später in England.



Einmal durch England, bitte.



Aus dem Zug raus haben wir uns zunächst einmal einen schönen Schlafplatz gesucht und gefunden - mit Aussicht und Sonnenuntergang. Mit dieser Kulisse vor den Fenstern stand dann die erste etwas "größere" Entscheidung an: So schnell wie möglich durch England durch und rüber auf die nächste Insel oder uns etwas Zeit lassen und links und rechts schon mal ein paar Umwege erkunden.

Wir entschieden uns für die erste Variante. Natürlich haben wir, auch wenn wir "zügig" durchgefahren sind, immer wieder kleine Ausflüge von der Autobahn zu abgelegenen Orten

für Pausen und zum Schlafen gemacht.




Inselhopping

Am Nachmittag des zweiten Tages standen wir in Cairnryan am Fährhafen. Zum Glück haben wir noch einen Platz auf der Fähre am selben Abend bekommen, doch neben den guten gab es auch überrasschende Neuigkeiten. Seit knapp zwei Wochen gab es neue Regularien zur Einreise von Haustieren nach Nordirland - denen sind wir auf unsren Recherchen vor ein paar Monaten natürlich noch nicht begegnet. Wir hatten, da ja Nordirland, wo die Fähren hinfuhren, zur UK gehört, nicht noch einmal mit Kontrollen oder gar Einschränkungen gerechnet.

Schlussendlich war es zwar etwas umständich aber alles kein Problem. Beim Einchecken für die Fähre haben wir einen kleien Papier-Anhänger für die Scheibe bekommen "Pet in Car"(Haustier im Auto), daraufhin wurden wir, während wir auf die Fähre warteten, von Mitarbeitenden angesprochen, die gern Codys Papiere sehen wollten. Sie erklärten uns, dass der EU-Pass nicht ausreichend sei um nach Nordirland einzureisen, stellten uns aber sofort eine Einmal-Genehmigung aus. Nach noch ein paar freundlichen Worten - und mal wieder scannen des Chips - empfahlen sie uns noch dringlichst nach der Einreise in Nordirland die Behörde für die Einfuhr von Tieren aufzusuchen und gaben und ein Info-Heft mit, indem wir auch die Adresse fänden.

Die Fährfahrt war, neben der Zugfahrt, für uns persönlich einer der aufregendsten Teile der Hinreise nach Irland. Denn Cody musste für die gut zwei Stunden Überfahrt allein im Auto bleiben und allein bleiben - besonders im Auto - ist trotz üben nicht gerade seine Stärke.



Als wir dann zum Auto zurück durften, kurz vorm Anlegen, erwartete Cody uns zwar etwas aufgeregt aber nicht völlig aufgelöst - er schien es also ganz gut weggesteckt zu haben.


Ein letzter Stop stand uns noch bevor - noch einmal zu dieser Behörde fahren und dann waren wir am Anfang unserer Reise angekommen. Einfacher gesagt als getan, denn an der beschriebenen Stelle gab es keinerlei Schilder oder andere Hinweise auf welchen der Indurstriehöfe wir nun mussten. Wieder half uns ein wenig Glück, denn wir trafen zwei weitere Autos mit dem "Pet in Car" Anhängern und konnten denen einfach folgen.

Auf der Fähre hatten wir uns das Info-Heft einmal genauer angesehen und nachgelesen, dass eine Einrese nach Nordirland mit dem EU-Heimtierausweis möglich ist, man muss eben nur nach der Einreise sich bei der Behörde melden und benötigt, wie in England auch, die Tollwutimpfung und eine Entwurmung. Da wir das alles hatten konnten wir nach einem kurzen Check des Passes und einem letzten Scannen des Mikrochips auch schon weiter fahren.


Nach insgesamt 6 Tagen - davon jedoch fast 2 Tage Pause - waren wir nun in Nordirland angekommen. Von hier aus beginnt unser Weg kreuz und quer über die irische Insel.

2 Kommentare


Sarah
13. Juli 2025

Liebe Fiona, lieber Philipp,

Ich schließe mich Katis Kommentar eins zu eins an. Ihr schreibt so, dass man das Gefühl hat "dabei zu sein", als ob ihr einen mitnehmen. Und die tollen Bilder tun ihr übriges 😀

Bitte mehr davon! Ich bin schon gespannt und freue mich andererseits aber auch sehr auf eure Rückkehr 😉

Grüüüüße aus Berlin von Sarah

P.S. wie schön, dass ihr eine Möglichkeit des Teilens eurer Erlebnisse und Abenteuer gefunden habt.

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Kati
13. Juli 2025

Liebe Fiona, lieber Philipp

Mit großem Interesse habe ich den Anfang eures Abenteuers gelesen. Ihr schreibt sehr, ich finde kein richtiges Wort dafür. So als würden Freunde von ihrer Reise erzählen. Die Runden auf dem Parkplatz; ja das kenne ich.

Ich lese auch weiterhin gerne was und wie ihr schreibt.

Und ich mag auch eure Bilder.

Ich bin neugierig. Weiter so.

Liebe Grüße Kati

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