top of page
LOGO.png

Teil 3: Der mittlere Westen

  • Fiona
  • 19. Juli 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Aug. 2025

Auf dem Weg Richtung Galway übernachteten wir am Lough Glencar, ein recht großer See, der etwas nördlich von Sligo liegt.

Am nächsten Morgen wollten wir, bevor wir weiter fuhren, uns auch noch den gleichnamigen Wasserfall ansehen. Doch etwas, das uns später noch wesentlich mehr ärgern würde, hielt uns davon ab: Hunde waren auf dem 200m kurzen "Wander"Weg nicht erlaubt. In diesem Fall war dies eher ein glücklicher, als ein unglücklicher Umstand, denn dadurch wanderten wir stattdessen zum Sruth In Aghaidh An Aird.

Wie wir später erfuhren führte uns unsere Morgen-Spaziergangs-Wanderung zum höchsten Wasserfall Irlands, mit einer gelisteten Fallhöhe von 150 Metern. Der Name Sruth In Aghaidh An Aird, auf deutsch so etwas wie: "Strom, der Höhe entgegen", verdankt der Wasserfall dem Umstand, dass der Wind gelegentlich so stark vom See hinaufweht, dass das Wasser wieder zurück auf den Berg gepustet wird. Damit sieht es dann so aus als würde das Wasser verkehrtherum fließen und aus der Ferne, als würde der Berg qualmen, daher trägt er auch noch den englischen Namen Devils Chimney. [2,5]

Als wir da waren ist er allerdings ganz langweilig einfach von oben nach unten geflossen, wie jeder X-beliebige andere Wasserfall auch.

Auch Cody hat sich hier einmal am Fotografieren versucht. Nach sehr kurzer Zeit dann aber doch wieder sein Seil bevorzugt.



Für die nächsten Tage hatten wir uns in Galway stationiert und von dort aus die Umgebung erkundet.

Galway empfing uns nicht gerade mit offenen Armen, während die Leute wie gewohnt freundlich und herzlich waren, war das Wetter eher schlecht gelaunt. Regen und Wind machten die Erfahrung, wie lang wir von der Stadt wohl zu Fuß zurück zum Campingplatz bräuchten, eher zu einer Tortur. Vor allem Cody, der zwischenzeitlich in Philipps Jacke eingewickelt getragen werden musste, da er vor Zittern kaum noch laufen konnte, war nicht begeistert. (Nebenbei: es waren knapp 1 1/2 Stunden)

Daher konnten wir Philipps Geburtstagswunsch, auf einen Berg zu gehen, auch nicht an seinem Geburtstag erfüllen. Dafür gab es, neben einem ausgiebigen Frühstück mit selbst gebackenem Kuchen, einen Ausflug nach Cong.



An diesem Ort stand schon seit dem 7. Jhrd. ein Kloster, die Ruinen der Cong Abbey, die heute besichtigt werden können, sind jedoch meist aus dem 12 Jhrd.. Die Cong Abbey ist eher als architektonisches Sammelsurium zu betrachten, da sie bereits kurz nach der Errichtung in den Jahren 1114 und 1137 abbrannte und auch danach noch mehrfach an- und umgebaut wurde. Zu Hochzeiten beherbergte das Kloster vermutlich einmal um die 3.000 Menschen. Das dachlose, flache Gebäude, welches auf dem Foto oben zu sehen ist, war damals Teil des Schlaftrakts der Mönche. Auch heute noch ist die Cong Abbey gut besucht. Teil ihres Ruhms ist wohl die Geschichte, dass hier der letzte Hochkönig Irlands gestorben sei. Das ist jedoch nicht belegt.

Ein weiteres berühmtes Gebäude der Abbey ist das Fischerhaus (von dem wir leider kein Foto haben, da auch dort Hunde nicht erlaubt waren), das noch heute von Anglern genutzt wird. Dieses Fischerhäuschen ist über dem Fluss gebaut und hat, ähnlich wie ein Bootshaus, keinen Boden, sodass dort im Trockenen gefischt werden konnte. Heute hat es allerdings auch kein Dach mehr, daher ist das mit der Trockenheit mittlerweile hinfällig. [1,3]



Glücklicherweise war uns das Wetter am nächsten Tag gnädig und wir konnten die Bergwanderung nachholen.

Hierfür fuhren wir in den nördlich von Galway gelegenen Connemara Nationalpark und widmetem uns dem Diamond Hill.





Damit waren unsere komfortablen Tagen auf dem Campingplatz auch schon vorbei und es ging weiter Richtung Süden. Aber natürlich kann man nicht im Westen Irlands sein, ohne die Klippen von Moher zu erwähnen. Auch wir fuhren an den bis zu 214 m höhen Steilklippen, die ihren Namen vom Mothar Uí Ruain, einem Steinfort nahe Hag's Head erhielten, vorbei, um uns dann ein paar Kilometer weiter südlich die Klippen von Kilkee anzuschauen. [6]



Nach diesem beeindruckenden Naturschauspiel ging es wieder weiter. Das nächste Ziel war dann Killarney. Fortsetzung folgt.

Quellen:

[1] Fáilte Ireland – Discover Ireland, Cong Abbey; https://www.discoverireland.ie/mayo/cong-abbey; Zugriff: 14.07.25, 13:47 Uhr

[2] Leitrim Tourism Network, The Devil’s Chimney Waterfall–Struth in Aghanidh An aird: Sligo/Leitrim border; https://www.leitrimireland.com/listings/glencar-valley-the-devills-chimney-waterfall/; Zugriff: 14.07.25, 13:38 Uhr

[3] Oideracht Éirann – Heritage Ireland, Cong Augustinian Abbey and Monks Fishing House;https://heritageireland.ie/unguided-sites/cong-augustinian-abbey-and-monks-fishing-house/; Zugriff: 14.07.25, 14:02 Uhr

[4] Páirc Náisiúnta Chonamara - Connemara National Park; https://www.nationalparks.ie/connemara/ ; Zugriff: 19.07.25, 19:06 Uhr

[5] Sligowalks, Sruth in Aghaidh An Aird – The Devil’s Chimney; https://sligowalks.ie/walks/sruth-in-aghaidh-an-aird-the-devils-chimney/ ; Zugriff: 14.07.25, 13:27 Uhr

[6] Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, Cliffs of Moher; https://de.wikipedia.org/wiki/Cliffs_of_Moher ; Zugriff: 19.07.25, 20:45 Uhr



1 Kommentar


Kati Graul
20. Juli 2025

Ich bin schon einmal in Schottland gewesen. Eure Bilder erinnern mich an diese Reise. Schroffe, schöne Landschaften. Die Bilder von den Steilküsten gefallen mir am Besten. Und die Geschichte von dem Wasserfall der gelegentlich rückwärts fließt.

Ich freue mich auf mehr.

Eure Kati

Gefällt mir
© PopcornPaws
bottom of page